4. Saisonturnier 1. Bundesliga Standard (NWZ v. 17.02.2014)

Schwächelnde Formation macht Klassenerhalt perfekt

FG Nienburg-Oldenburg landet bei vorletztem Saisonturnier in Braunschweig erneut auf Rang fünf

Jan Zur Brügge

Oldenburg Trotz durchwachsener Leistung hat die Formationsgemeinschaft Nienburg-Oldenburg beim vorletzten Saisonturnier der 1. Bundesliga Standard den Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht. Wie bei den ersten drei Kräftemessen der acht Teams belegte der Aufsteiger auch in Braunschweig Platz fünf.

„Keine gute Stellprobe, keine gute Vorrunde – wir haben schon fast mit der Einstufung ins Kleine Finale gerechnet“, meinte Mannschaftskapitänin Sonja Pawlas zum schwachen Einstieg ins vorletzte Turnier. „Das war der schlechteste Auftritt in dieser Saison – ich muss sagen, dass ich so etwas in meinen zwölf Jahren als Trainer noch nicht erlebt habe“, meinte Holger Jäckel.

„Von innen heraus merkt man nicht unbedingt jeden Fehler – bei der Videoanalyse nach der Vorrunde waren wir relativ geschockt über die teilweise deutlichen Patzer“, sagte Pawlas: „Es war der Wurm drin. Eigentlich haben wir kein Bild getroffen.“ Dennoch schickte die Jury die FG Nienburg-Oldenburg erneut ins Große Finale der besten Fünf.

„Ob die Entscheidung knapp war, kann man nicht sagen – in jedem Fall haben wir Glück gehabt“, meinte Pawlas, die nach dem letzten Auftritt in der Braunschweiger Arena mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen wie bei den drei ersten Turnieren von den sieben Wertungsrichtern einstimmig auf Rang fünf gesetzt wurde. „Vielleicht haben die dauerhaft gleichen Wertungen dafür gesorgt, dass das Team Probleme hatte, sich zu motivieren“, mutmaßte Jäckel, fand aber noch lobende Worte: „Im Großen Finale hat die Mannschaft gezeigt, dass sie zurecht dorthin gehört.“

Die Gastgeber vom Braunschweiger TSC sicherten sich erneut souverän Platz eins vor Ludwigsburg, der A-Formation aus Göttingen und Nürnberg. Im kleinen Finale landete das B-Team aus Göttingen erneut auf Platz sechs vor Kassel und Oberhausen. Das Abrutschen auf einen der beiden Abstiegsplätze ist für Pawlas & Co nun nur noch möglich, wenn sie beim Saisonfinale am 1. März in Nürnberg nicht starten. Selbst dann ist die Gefahr verschwindend gering.

Zu den acht Punkten für Platz acht kämen drei Strafzähler fürs Nicht-Antreten, so dass die Gesamtzahl von 20 auf 31 stiege. Diese weist das aktuelle Schlusslicht Oberhausen schon jetzt auf. Der Vorletzte aus Kassel hat nun 29 Zähler und müsste schon urplötzlich ganz vorn mitmischen, um im Klassement noch an der FG Nienburg-Oldenburg vorbeizuziehen. „Wir werden noch einmal hart trainieren, um in Nürnberg unseren Platz zu halten“, so Jäckel.