Erstliga-Formation des TCH Oldenburg bemüht sich vergeblich

Tanzen Abstieg in die Zweite Liga ist besiegelt – Trainer Holger Jäckel hadert mit Wertungsrichtern

Oldenburg – Es ist wie verflixt und zugenäht: Die Standardformation des Tanzclubs Harmonia (TCH) Oldenburg liegt auf der Beliebtheitsskala der Bundesliga-Wertungsrichtern ganz unten.

Beim vorletzten Turnier in Braunschweig wurden die Tänzer vor 1000 Zuschauern wieder Letzter und haben damit rechnerisch keine Chance mehr, die Klasse zu halten. Nach dem Aufstieg 2010 heißt in der nächsten Saison die Devise: direkter Wiederaufstieg – und das obwohl sich die Mannschaft von Trainer Holger Jäckel stetig verbessert.

„Es ist schon frustrierend. Die Richter honorieren unsere harte Arbeit einfach nicht“, hadert Jäckel mit den Offiziellen. „Es ist, als ob jegliches Training nichts bringt. Bei den Zuschauern kommen wir dagegen durchaus besser an.“

Bei allen bisherigen vier Veranstaltungen landete der TCH auf dem letzten Platz. Ein einziges Mal sah einer der acht Richter den Aufsteiger auf dem vorletzten, dem siebten Rang. Insgesamt scheint die Sicht der Notengeber etwas festgefahren. Abweichungen gibt es kaum: Oberhausen, Kassel und Oldenburg tanzten grundsätzlich um die Plätze sechs bis acht.

Obwohl der Unterschied zu den anderen Teams nicht so groß ist, wie er scheint, weiß Jäckel auch: „An tänzerischer Qualität im Vergleich zu den anderen sieben besten deutschen Standardformationen fehlt es uns ganz klar.“ Um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen, bereitet sich die Formation schon jetzt darauf vor – noch bevor die laufende Saison am 7. März in Nürnberg endet.

„Die Musik steht, außer einer kurzen Pause im Sommer trainieren wir durchgehend“, erläutert der Trainer.

Für die Zukunft plant Jäckel, mit zwei Standard-Formationen an den Start zu gehen. Fünf Männer fehlen noch, um die Mannschaft, die dann in der untersten Liga tanzen wird, zu komplettieren. Auch Anfänger können sich anmelden. Die Tänzer der Zweiten sollen bei Bedarf für Entlastung in der Ersten sorgen.

Quelle: NWZ-Artikel