„Heimsieg ist das Tüpfelchen auf dem i“

Standardtänzer wollen bei Formationsfestival in Oldenburg ihren Weg in 1. Bundesliga fortsetzen

Die Startgemeinschaft Oldenburg/Nienburg gewann die ersten beiden Turniere der 2. Bundesliga. Das Landesliga-Lateinteam der TSA Creativ im GVO will an seinen Auftakterfolg anknüpfen.

Homepage

Oldenburg Ihre Erfolgsserie fortsetzen und dem Aufstieg in die 1. Bundesliga einen weiteren Schritt näher kommen will die Formationsgemeinschaft TSC Blau-Gold Nienburg/TCH Oldenburg am kommenden Wochenende beim zweiten Heimspiel der laufenden Saison in der 2. Bundesliga Standard. Nach dem Auftakterfolg in Nienburg und dem erneuten Triumph beim zweiten Kräftemessen in Berlin soll der dritte Sieg beim alljährlichen Formationsfestival des TCH in der Sportarena der Oldenburger Carl-von-Ossietzky-Universität folgen.

Aufstieg fest im Visier

„Gerade hier wollen wir uns den Sieg nicht nehmen lassen“, gibt Mannschaftskapitänin Sonja Pawlas ganz klar die Marschroute für das dritte Saisonturnier vor. Das Team freue sich schon auf die Unterstützung der Oldenburger Fans. „Ein Heimsieg ist das Tüpfelchen auf dem i – wir werden alles dafür tun“, kündigt Pawlas an.

Die beiden besten Mannschaften steigen am Saisonende auf und werden im November an der Deutschen Meisterschaft der Standardformationen teilnehmen. Bei den beiden ersten Turnieren siegte die Formationsgemeinschaft aus Nienburg und Oldenburg eindeutig vor den favorisierten Erstliga-Absteigern Step by Step Oberhausen und Rot-Gold-Casino Nürnberg.

Nachdem das Team zum Auftakt in Nienburg eventuell noch einen kleinen Heimvorteil hätte nutzen können, wurde in Berlin „auf völlig neutralem Boden getanzt, da für den Turnierausrichter OTK Schwarz Weiß Berlin in dieser Saison kein Team in der 2. Bundesliga startet“, erklärt Pawlas.

„Eure Stärken sind Energie, Präsenz und Bildgenauigkeit“, schwor Trainer Holger Jäckel seine Tänzerinnen und Tänzer nach einem sehr guten, aber mit noch zu viel Zurückhaltung vorgetragenen Vorrundenauftritt ein: „Wenn ihr dieses Pfund in die Waagschale werft, könnt ihr euch erneut von den anderen abheben.“

Die Auslosung hatte für das Team die unliebsame Startnummer eins ergeben. „An der zuerst tanzenden Mannschaft werden alle anderen gemessen, das Team muss also wirklich gut vorlegen“, erläutern Peter Krüger und Ariane Schießler, die das Trainergespann vervollständigen.

„Nach dem Finaldurchgang vergingen bis zur Wertung einige Zitterminuten“, blickt Pawlas zurück. Die Erlösung folgte mit der Traumwertung 1-1-1-2-1. Lediglich einer der fünf Wertungsrichter hatte die Konkurrenz aus Oberhausen auf dem Goldrang gesehen. Dritter wurde die Standardformation des Club Saltatio Hamburg.

Mit dem Polster von zwei Siegen geht das Team der Nienburger und Oldenburger, die sich im Herbst zu dem Gemeinschaftsprojekt entschlossen hatten, nun ins dritte von fünf Saisonturnieren. Die neu formierte Mannschaft möchte die Wertungsrichter und Zuschauer an diesem Sonnabend erneut mit ihrer Choreographie zur Musik des kanadischen Jazzsängers Michael Bublé überzeugen.

Auftakterfolg wiederholen

„Wer sich eher für das Lateinamerikanische Tanzen interessiert, kann auch am Sonntag ein Oldenburger Team unterstützen“, rührt Pawlas auch die Werbetrommel für das Kräftemessen der Landesliga Nord Latein. Nach dem ab 13 Uhr ohne Oldenburger Beteiligung stattfindenden zweiten Saisonturnier der Regionalliga Nord Standard will das Team der TSA Creativ im GVO ab 15 Uhr versuchen, den Auftakterfolg von Nienburg vor heimischen Publikum zu wiederholen oder zu steigern. Vor dreieinhalb Wochen belegte die Mannschaft einen geteilten ersten Rang mit der B-Auswahl der TSA im Osnabrücker Turnerbund.

Quelle:NWZ, 06.02.2013