Mit Eros Ramazzotti gegen Abstieg aus Eliteklasse

Tanzen Standardformation des TCH holt bei Generalprobe Schwung für deutsche Meisterschaft

Oldenburg – Eros Ramazzotti soll’s richten. Natürlich kann der italienische Pop-Barde die Standard-Formation des TCH Oldenburg nicht zu Meisterehren oder zum Klassenerhalt führen. Zu seiner Musik jedoch werden die acht Paare in der neuen Saison tanzen und wollen damit die Punktrichter überzeugen. Seine überarbeitete Choreographie präsentierte der Bundesliga-Aufsteiger jetzt bei einer öffentlichen Generalprobe vor 250 Zuschauern in der Sporthalle Lagerstraße.

„Der Beifall hat gezeigt, dass wir trotz aller Ecken und Kanten auf dem richtigen Weg sind“, lobte Trainer Holger Jäckel vor allem den zweiten Durchgang. „Nach einer Videoanalyse haben wir uns stark verbessert.“ In hellblauen Kleidern schwebten die Tänzerinnen in der Sporthalle Lagerstraße übers „Parkett“, geführt von den Männern im schwarzen Frack. Die Choreographie wirkt italienisch-mediterran, gilt als anspruchsvoll und schnell. „Insgesamt müssen mehr als 30 Bilder getanzt werden“, erläuterte Jäckel.

Am 13. November stellen sich die Oldenburger damit erstmals einer Jury und großem Publikum. Vor erwarteten 8000 Zuschauern nimmt der Erstligist an der Deutschen Meisterschaft in Bamberg teil. Noch wichtiger wird es aber ab 8. Januar, wenn der Aufsteiger in Ludwigsburg in seine erste Bundesliga-Saison startet. Nachträglich hatte sich das Team durch den Rückzug einer Mannschaft dafür qualifiziert und darf somit nun in Deutschlands Eliteklasse vortanzen.

„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte Mareike Backhaus, die seit zehn Jahren für den TCH aktiv ist. „Ich habe angefangen, als wir Letzter in der Regionalliga waren, nun gehören wir zu den besten acht Formationen in Deutschland.“

Und das wollen die TCH-Tänzer so schnell nicht wieder aus der Hand geben. Anstrengende Wochen mit viel Training begleitet von einem organisatorischen Umbruch im Verein liegen hinter Sportlern und Funktionären. Dennoch blicken alle optimistisch auf den Saisonstart. „Wir haben unsere sieben neuen Tänzerinnen und Tänzer bestens integriert“, berichtete der erste Vorsitzende Christian Koesling. So will das Team den Vereinsnamen – Tanzclub Harmonia – ernst nehmen und als harmonische Einheit auftreten. Zu den Standard-Tänzen im Programm zählen: Langsamer und Wiener Walzer, Tango, Quickstep und Slow Fox.

Quelle: NWZ-Online