TCH überzeugt bei DM-Premiere

Tanzsport Standardformation scheidet aber in Vorrunde aus – Liga startet im Januar

Die Oldenburger zeigten sich auf Augenhöhe mit den beiden anderen Aufsteigern. Deutscher Meister wurde Braunschweig.

von Henning Busch

Bamberg – Auch wenn es bei der Premiere bei den deutschen Meisterschaften für die Standardformation des Tanzclubs Harmonia (TCH) am Ende nur zu einem einzigen Auftritt reichte und der Einzug in die Zwischenrunde knapp verpasst wurde, ist das Team um Trainer Holger Jäckel zufrieden nach Oldenburg zurückgekehrt. Der Erstliga-Aufsteiger belegte in Bamberg gemeinsam mit dem vor der Saison ebenfalls ins Oberhaus aufgestiegenen Rot-Weiß-Klub Kassel den geteilten siebten/achten Platz und schied in der Vorrunde aus.

„Sicher ist die Leistung meiner Mannschaft noch ausbaufähig, aber wir sind mit unserem Abschneiden wirklich sehr zufrieden“, bilanziert Jäckel und ergänzt: „Obwohl wir gegenüber den anderen Teams einen Trainingsrückstand von zwei Monaten haben, waren in Bamberg Wertungsrichter dabei, die uns sogar auf dem sechsten Platz gesehen haben. Darauf lässt sich in den kommenden Wochen bis zum Ligastart im Januar prächtig aufbauen.“

Letztlich konnte sich in Bamberg vor 5000 Zuschauern keines der drei Aufsteiger-Teams in die Erste Bundesliga für das Finale qualifizieren. Denn für Step by Step Oberhausen war in der Zwischenrunde Endstation. Den ersten Platz sicherte sich derweil nach fünf Jahren ohne nationalen Titel erstmals wieder der Braunschweiger TSC. Der amtierende Europameister verwies mit seinen „Ballads Of Rock“ den 1. Tanzclub Ludwigsburg klar auf den zweiten Platz. Der Titelverteidiger hatte sich für die neue Saison mit der „Bohemian Rhapsody“ eine neue Choreographie zugelegt und wurde Vizemeister.

Vor der großen Kulisse hatten die Oldenburger Tänzerinnen und Tänzer bei ihrem DM-Debüt zur Musik von Eros Ramazzotti ihre Nervosität nicht ganz ablegen können. „Wir haben Oldenburg aber gut vertreten“, betont Jäckel und verweist auf das Lob von einigen Trainerkollegen sowie Juroren. „Sie haben uns bescheinigt, dass wir gut in die Liga passen.“

Nach den nationalen Titelkämpfen heißt es für die TCH-Formation nun trainieren, trainieren, trainieren. „Wir haben Blut geleckt, im Vergleich zu Kassel und Oberhausen deutlich aufgeholt und werden alles für den Klassenerhalt geben“, verspricht Jäckel. Dazu müssten die Oldenburger am Saisonende Platz sechs belegen, sich gegenüber der DM also „nur“ um einen Platz steigern.

Der TCH-Trainer kennt die Stellschrauben, an denen es nun zu drehen gilt: „Wir müssen in den Bewegungen noch weicher werden, die Synchronität etwas verbessern und die mehr als 30 Bilder noch exakter ausführen.“

1. Braunschweiger TSC A (Benotung: 1, 1, 1, 2, 2, 1, 1, 1, 1), 2. 1. TC Ludwigsburg A (2, 2, 2, 1, 1, 2, 2, 2, 2), 3. OTK Schwarz-Weiß 1922 im SC Siemensstadt A (3, 3, 4, 4, 3, 3, 3, 3, 4), 4. TSC Schwarz-Gold Göttingen (4, 4, 3, 3, 4, 4, 4, 4, 3), 5. TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg A, 6. Step by Step Oberhausen, 7./8. Tanzclub Harmonia Oldenburg und Rot-Weiß-Klub Kassel A.