TCH-Formation verpatzt Bundesligadebüt

Tanzsport Oldenburger Standard-Team belegt unter den acht besten Teams Deutschlands letzten Platz

In der Vorrunde leistete sich der TCH zu viele Bild- und Individualfehler. Sieger wurde der Deutsche Meister aus Braunschweig.

von Henning Busch

Oldenburg – Mit großen Hoffnungen und hochmotiviert waren die Tänzerinnen und Tänzer der Standardformation des Tanzclubs Harmonia (TCH) zu ihrer Turnierpremiere in der Ersten Bundesliga nach Ludwigsburg gereist – umso enttäuschter kehrte die Mannschaft von Trainer Holger Jäckel am späten Sonnabendabend nach Oldenburg zurück. Schließlich war das TCH-Team zuvor unter den acht besten Standardformationen Deutschlands aufgrund einer völlig verpatzten Vorrunde nicht über den letzten Platz hinausgekommen.

„Als Aufsteiger, noch dazu als Nachzügler, ist es natürlich immer schwer“, gibt Jäckel zu bedenken, dennoch konnte auch er seine große Enttäuschung nicht verbergen: „Die Leistung in der Vorrunde war superschlecht. Die anderen waren einfach besser, das müssen wir neidlos anerkennen. Was es allerdings so schmerzhaft macht, ist die Tatsache, dass es so eindeutig war.“

So hatten die Nerven einigen seiner Tänzerinnen und Tänzer vor der großen Kulisse in der Ludwigsburger Rundsporthalle einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Da hatten wir ganz viele Bild- und Individualfehler“, erläutert Jäckel, der mit seiner Mannschaft nach dem schwachen Auftakt hart ins Gericht ging. „Da bin ich gegenüber einigen richtig böse geworden, habe sie danach aber auch schnell wieder in die Arme genommen, schließlich ist die Nervosität gerade bei den Anfängern in unserem Team auch irgendwo menschlich.“

Die TCH-Mannschaft nahm sich die Kritik zu Herzen und steigerte sich im Finale deutlich: „Das war dann richtig gut, allerdings konnten wir den Rückstand nicht mehr aufholen“, erläutert Jäckel. So werteten alle sieben Punktrichter die Oldenburger auf den letzten Platz hinter den beiden anderen Aufsteigern aus Kassel und Oberhausen. Sieger wurde der amtierende Deutsche Meister aus Braunschweig vor dem gastgebenden Team aus Ludwigsburg.

„Jetzt wird es natürlich richtig schwer für uns“, gibt sich der Trainer im Abstiegskampf keinen Illusionen hin, denn der rettende Platz sechs ist bei vier noch ausstehenden Turnieren vorerst in weite Ferne gerückt. Dennoch bleibt Jäckel kämpferisch: „Wir geben nicht auf. Wichtig ist es jetzt, den Kopf hochzuhalten und noch härter zu trainieren – und wer weiß, vielleicht gelingt es uns dann ja, den einen oder anderen Punktrichter bei den nächsten Turnieren noch umzustimmen.“

Quelle: NWZ-Artikel