TCH-Standardtänzer zeigen in Göttingen abermals Kämpferherz

Tanzsport Trainer Jäckel zufrieden – Bundesliga-Aufsteiger kommt aber über achten Platz nicht hinaus

von Henning Busch

Oldenburg – Und alle zwei Wochen grüßt das Murmeltier, heißt es in dieser Saison in der Ersten Bundesliga Standard. Auch beim dritten von fünf Turnieren gab es im Klassement der acht besten deutschen Standardformationen keine einzige Veränderung gegenüber der Auftaktveranstaltung in Ludwigsburg. Für das Team des Tanzclubs Harmonia (TCH) Oldenburg bedeutete dies auch in Göttingen den achten Platz.

Der Aufsteiger steht damit praktisch ebenso als direkter Absteiger in die Zweite Bundesliga fest, wie die Formation von Rot-Weiß Kassel, die erneut nicht über den siebten Platz hinauskam. Den rettenden sechsten Tabellenrang dürfte sich derweil das Team von Step by Step Oberhausen in Göttingen endgültig gesichert haben.

Es siegte vor 2400 begeisterten Zuschauern indes abermals die Formation des amtierenden Deutschen Meisters Braunschweiger TSC vor Vizemeister 1. TC Ludwigsburg. Auf den weiteren Plätzen folgten OTK Schwarz-Weiß Berlin, Gastgeber TSC Schwarz-Gold Göttingen und TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg.

„Es gab fast nur glatte Wertungen, diese werden leider immer einheitlicher“, bilanzierte TCH-Trainer Holger Jäckel am Sonntag nach der Rückkehr aus Göttingen. Tags zuvor hatte seine Mannschaft trotz der fast aussichtslosen Situation im Abstiegskampf abermals viel Kämpferherz und zwei gute Runden gezeigt. „Das ist so ein bisschen die Schattenseite beim Tanzen“, erläuterte Jäckel. „Die Leistung meiner Mannschaft ist im Vergleich zum Saisonauftakt besser gewesen, aber es schlägt sich in den Wertungen nicht durch.“

Dennoch zeigte sich der Trainer abermals stolz über die Vorstellung seiner Mannschaft. „Wir sind nun mal in dieser Saison als Aufsteiger, noch dazu als Nachrücker, das schwächste unter den acht besten Teams Deutschlands. Das müssen wir sportlich akzeptieren. Und trotzdem haben meine Tänzerinnen und Tänzer die Köpfe erneut nicht hängen lassen, ihre Leistung nochmals steigern können und daher viel Lob verdient.“

 

Quelle: NWZ-Online